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Zentrum für Nanoanalytik in Dresden eröffnet

Nanotechnogolie - Der neue Trend

Nanoprodukte der neuesten Generation


Dresdener Wissenschaftler machen Atome sichtbar
 
Das Fraunhofer Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) und Carl Zeiss Oberkochen haben am Montag in Dresden ein Innovationscenter für Nanoanalytik eröffnet. Gleichzeitig wurde die Einrichtung als ausgewählter Ort im Wettbewerb "Deutschland. Land der Ideen" ausgezeichnet. Das Forschungszentrum beschäftigt sich mit der Nanotechnologie und entwickelt Methoden, mit denen die Eigenschaften von Werkstoffen charakterisiert, die Produktqualität kontrolliert oder Fertigungsprozesse überwacht werden können.
0,1 Milliardstel Meter groß ist ein Atom. Zum Vergleich: Ein Menschenhaar ist 700.000-mal dicker. Mit dem bloßen Auge sind Atome nicht zu erfassen. Die Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) jedoch können die Teilchen sehen. Möglich machen das modernste Ionen- und Elektronenmikroskope. In Zusammenarbeit mit sieben weiteren Fraunhofer Instituten, der Firma Carl Zeiss Oberkochen und der TU Dresden forschen die Wissenschaftler und Techniker des Instituts im Norden Dresdens an aktuellen Fragestellungen in den Bereichen Materialforschung sowie Dünnschicht- und Nanotechnologie.
 
Nanotechnologie als Schlüssel zur Zukunft
Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Kleiner, schneller und effizienter lautet das Motto. Nanotechnologie nutzt Strukturen im Bereich weniger Nanometer. Auf ganz kleinem Raum wird eine große Zahl an Funktionalitäten erreicht. Auch neue Eigenschaften entstehen, z.B. besondere Härte und Bruchfestigkeit oder Leit- und Speicherfähigkeit. Das Anwendungsgebiet der Nanotechnologie reicht von der Mikroelektronik über Optik und Energietechnik bis hin zur Medizin.
 
Vom Hochleistungschip zur selbstreinigenden Hausfassade
Die Nanotechnologie erarbeitet unter anderem Grundlagen für winzige aber hochleistungsfähige Datenspeicher, für neue optoelektronische Bauteile, innovative Lichtquellen und Präzisionslinsen, für moderne Brennstoffzellen oder für neuartige Werkstoffe und Oberflächen. Sehr bekannt ist zum Beispiel der Lotuseffekt. Durch eine Beschichtung mit Nanopartikeln perlt Schmutz von Dachziegeln, Glas oder Gebäudefassaden einfach ab, die Oberfläche reinigt sich quasi selbst. Dank Nanotechnologien kann mit Fenstern auch Strom erzeugt werden. Eine Schicht durchsichtiger Solarzellen macht aus dem Fensterglas ein Stromkraftwerk.
In der Medizintechnik werden künstliche Gelenke oder Implantate mit einer Nanobeschichtung versehen, die den Körperzellen ähnelt. Für die Patienten sind diese Oberflächen wesentlich verträglicher, das Implantat wird seltener als Fremdkörper abgestoßen. Auch bei medikamentösen Therapien kommt die Nanotechnologie ins Spiel. Intelligente Nanopartikel sollen Wirkstoffe gezielt zum betroffenen Einsatzort transportieren, ohne gesundes Gewebe zu schädigen.

Quelle: www.mdr.de

Informationen und Nanoprodukte unter www.nanotrends.eu